Ascheausstreuung

Ausstreuen ist eine unwiderrufliche Entscheidung, die wohlüberlegt getroffen werden soll.

Für viele Menschen ist die Ausstreuung der Asche die passende Art sich vom Verstorbenen zu verabschieden.

Wenn Sie sich noch nicht entscheiden können, verschieben Sie Ihre Wahl auf später. Die Asche kann in der allgemeinen Nische aufbewahrt werden.

Asche kann an verschiedenen Orten ausgestreut werden und die Ausstreuung kann je nachdem in Anwesenheit der Hinterbliebenen stattfinden.

Hier folgt ein Überblick der Möglichkeiten wie und wo die Asche ausgestreut werden kann.

Auf dem Gelände des Trauerzentrums

Grenzend am Trauerzentrum liegt eine Wiese, die speziell für die Ausstreuung der Asche angelegt worden ist.

Ohne Anwesenheit der Angehörigen:

Die Ausstreuung kann auf Wunsch von einem der Mitarbeiter des Trauerzentrums ausgeführt werden, ohne das hierbei Angehörige anwesend sind. Auch auf Wunsch können die Angehörigen hinterher eine Nachricht vom Datum und der Uhrzeit bekommen.

In Anwesenheit der Angehörigen

Eine andere Möglichkeit ist, daß die Angehörigen bei der Ausstreuung anwesend sind (Zeiten an Arbeitstagen von Montag bis Freitag nach Verabredung mit dem Trauerzentrum). Ein Mitarbeiter des Trauerzentrums wird Sie begleiten. Diese Begleitung beinhaltet, daß der Mitarbeiter den Vorgang erklärt und mit den Angehörigen die Ausstreuung verrichtet. Eine nähere Ausfüllung dieser Zusammenkunft (mittels einer Lesung, eines Gedichtes oder sonstiger Förmlichkeiten) sollen die Angehörigen selbst versorgen.

Da mehrere Ausstreuungen auf der Streuwiese stattfinden ist es nicht möglich einen eigenen Platz zu beanspruchen, an dem dauerhafte Sachen zur Erinnerung hingestellt werden können. Die Stelle der Ausstreuung kann im Ganzen als einen Ort betrachtet werden, an dem man zurückkehren kann, um zu gedenken. Das Hinlegen oder das in einer Steckvase (vom Krematorium zur Verfügung gestellt) Hinstellen von einem Blumenstrauß ist erlaubt.

Auf/über dem Meer

Ascheausstreuung auf der Nordsee ohne die Anwesenheit der Angehörigen (per Schiff)

  • Mehrmals (4) pro Jahr finden kollektive Ausstreuungen von Den Helder aus mit dem Motorschiff "Prins Hendrik" auf der Nordsee statt (kollektiv bedeutet, daß mehrere Äschebehälter auf dem Schiff mitgehen).
  • Seit 1996 ist "Prins Hendrik" Museumschiff vom nationalen Rettungsmuseum "Doris Rijkers".

Ascheausstreuung über die Nordsee ohne die Anwesenheit von Angehörigen (per Flugzeug)

  • Auch diese Ausstreuungen finden ein paar Mal (4) pro Jahr statt und werden von Den Helder Airport aus mit einer Cessna 172 durchgeführt. Dieses Flugzeug ist miet einer von der Aufsichtsbehörde vom Ministerium für Verkehr genehmigten Ausstreuanlage ausgestattet.

Ascheausstreuung auf dem Wattenmeer (mit dem Segelboot)

  • Mit dem Segelboot die "Emetha" von Kapitän Oeds Odolphie wird eine ungefähr vierstündige Fahrt übers Watt gemacht.
  • Auf dem Watt, dem größten ununterbrochenen Naturgebiet Europas, bekommt alles eine andere Dimension. Durch die Ruhe und die Unberührtheit bespürt man die Relativität des Lebens.
  • In der Privatsphäre des Schiffes kann die Ausstreuung (an einem von dem Kapitän in Zusammensprache mit den Angehörigen gewählten Ort) von den Angehörigen selbst durchgeführt werden.
  • Ausstreuung auf dem Wattenmeer kann auch ohne die Anwesenheit der Angehörigen vom Kapitän auf passende Art und Weise durchgeführt werden.

Ascheausstreuung anderswo

Ausstreuung der Asche an einem lieben, teuren Ort

Das Gesetz ermöglicht es Ihnen, wenn Sie die Obhut über den Aschebehälter haben, daß Sie selber die Asche ausstreuen oder an einem Ort, dem den Verstorbenen sehr lieb und teuer war, ausstreuen zu lassen.
Es darf aber nicht überall ausgestreut werden und es gelten einige Bedingungen. So soll an Orten, die in Privatbesitz sind, der Eigentümer Zustimmung gewähren.
Handelt es sich um öffentliche Plätze, kann man am Besten bei der Gemeinde nachfragen. In der allgemeinen Polizeiverordnung einer Gemeinde ist in der Regel beschrieben, wo und wann ausgestreut werden darf.
Trotz der vielen Möglichkeiten sollen Sie sich merken, daß ein privater Ausstreuungsort nicht immer zugänglich sein wird oder bleiben.
Wählen Sie zum Beispiel den eigenen Garten, dann sollten Sie berücksichtigen, daß bei einem Umzug Sie keine Rechte mehr geltend machen können, sowie ein Besuch an oder das unbehelligt lassen der Ausstreuungsstelle.
Dies kann übrigens auch auf die anderen selbstgewählten Orten zutreffen.

Ausstreuung der Asche auf der Streuwiese von einem Friedhof

Auf den meisten Friedhöfen hat man spezielle Streuwiesen für die Ausstreuung der Asche angelegt.
Die Ausstreuung wird meistens von einem der Mitarbeiter des Friedhofs oder von einem Bestattungsunternehmer durchgeführt, in oder ohne Anwesenheit der Familie oder der Hinterbliebenen.

Ausstreuung der Asche auf einer Streuwiese eines anderen Krematoriums

Genauso wie bei uns sind auch bei anderen Krematorien spezielle Streuwiesen für die Ausstreuung der Asche angelegt worden.
Die Ausstreuung findet nach den geltenden Regeln des diesbezüglichen Krematoriums statt.
Auch hier gibt es die Möglichkeit um ohne oder in Anwesenheit der Familie oder der Hinterbliebenen die Ausstreuung stattfinden zu lassen.

Ausstreuung der Asche auf dem nationalen Ausstreugelände Delhyuzen

Das nationale Ausstreugelände Delhyuzen in der Nähe von Arnheim bietet eine Alternative zur Ausstreuung der Asche.
Dies ist ein 80 ha großes Naturschutzgebiet auf der Veluwe und ist für Besucher geöffnet.
Auch hier gibt es die Möglichkeit ohne oder in Anwesenheit der Familie oder der Hinterbliebenen die Ausstreuung stattfinden zu lassen.

Ballonausstreuung

Die Ballonausstreuung ist ein passender Abschied.
Eine elegante und stimmungsvolle Art der Ausstreuung der Asche. Sie ermöglicht es an einem Ort, der bis vor kurzem undenkbar war, Abschied zu nehmen.
Dies kann zum Beispiel am Strand sein oder an jedem anderen Ort, der eine besondere Bedeutung im Leben des Verstorbenen und/oder der Angehörigen hat.

Der Ballon wird in einer kontrollierten Umgebung mit einem signifikanten Teil der Asche und mit Heliumgas gefüllt. Helium ist ein natürliches Edelgas, feuerbeständig, nicht explosiv oder giftig und macht Teil aus unserer Atmosphäre. Der Ballon besteht aus Naturlatex, einem biologisch abbaubaren Material, das nicht schädlich ist für die Umwelt.

Wenn alle vorbereitende Handlungen durchgeführt worden sind, wird der Ballon den Angehörigen übertragen. An einem von den Angehörigen gewählten Moment wird der Ballon losgelassen und kann friedsam steigen. Die Anwesenden können den Ballon in aller Ruhe 6 bis 8 Minuten verfolgen. Wenn der Ballon steigt, nimmt der Druck außerhalb des Ballons ab bezüglich des Drucks im Ballon. Hierdurch dehnt der Ballon sich aus.
In einer Höhe von 20 bis 25 km wird der Druck auf den Ballon so groß, daß dieser platzt. Die Asche wird in alle vier Winde verstreut.

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