Dr. C.J. Vaillant Fonds

Wohltätigkeitsfonds des Landesverbandes von Krematorien

Am 27. März 1914 stirbt im Alter von 95 Jahren Dr. C.J. Vaillant. Der hochbejahrte Arzt war im September des Jahres davor noch persönlich bei der Eröffnung des ersten Krematoriums in den Niederlanden (Westerveld in Velsen) anwesend.

Dr. Vaillant war im Jahre 1847 einer der Gründer des Verbandes für Fakultative Einäscherung (heutzutage der Königliche Verband für Fakultative Feuerbestattung) und bis zum Jahre 1898 fast fortwährend Mitglied des Vorstands. Er war Verfechter der Feuerbestattung wegen der Hygiene, der Pietät und vor allem wegen des Freiheitprinzips.

Anlässlich der Eröffnung des Krematoriums am 27. September 1913 wurde in dem Bogen des Verbandes "Berichte und Mitteilungen" die Anwesenheit von Dr. Vaillant wie folgt beschrieben: "Stehend vor dem Verbrennungsofen gab er seine Freude zur Kenntnis, den Ort sich noch anzuschauen, an dem er hoffte, dass seine stofflichen Überreste auf nationalem Boden eingeäschert werden würden".

Bis zu dem Zeitpunkt wurden Niederländer in Deutschland kremiert, sowie zum Beispiel der Schriftsteller Multatuli (E. Douwes Dekker) in Gotha.

Testamentarisch lässt Dr. Vaillant festlegen, daß er, obwohl das niederländische Gesetz an dem Moment dafür keine Möglichkeit bietet, nach seinem Tod im Krematorium in Velsen eingeäschert werden möchte.

Am 1. April 1914 um 16.50 Uhr wird der Körper von Dr. C.J. Vaillant in den Verbrennungsofen eingeführt. Um 18.30 Uhr war der Prozess vollendet, woraufhin um 19.10 Uhr die Asche dem Ofen entnommen wurde. Bei der Feuerbestattung wurde 120 Liter Öl verbraucht. All diese Daten sind sorgfältig auf dem Formular des Krematoriums, das als Kremationsnummer die Nummer "1" trägt, eingetragen.

Dr. C.J. Vaillant, als erste Person die in den Niederlanden eingeäschert wurden, ist tonangebend für eine Form der Leichenbestattung, welche heutzutage von mehr als über 50% unserer Bevölkerung gewählt wird.

Im Jahre 1997 entschließen sich die Krematorien in den Niederlanden die Erlöse der gesammelten Metalle in einem gemeinsamen Wohltätigkeitsfonds unterzubringen.
Dieser Fonds, inzwischen nach der ersten Person die in den Niederlanden eingeäschert wurde genannt, wird vom Vorstand des Landesverbandes von Krematorien (LCV) verwaltet. Die Arbeitsweise des Dr. C.J. Vaillant Fonds kann wie folgt beschrieben werden.

Jede (vorzugsweise als ANBI anerkannte) Organisation kann den Fonds um finanzielle Unterstützung bitten. Der Antrag muss schriftlich erfolgen und enthält eine allgemeine Beschreibung der Aktivitäten der antragstellenden Organisation. Informationen über die Zusammensetzung des Vorstandes und über die Satzung werden erstreckt. Jeder Antrag soll die konkreten Ziele beinhalten, und außerdem einen deutlichen Zeitplan. Jeder Antrag enthält einen Projektplan und eine ausführliche finanzielle Untermauerung, samt Angabe des Betrags um den man als Unterstützung den Fonds bittet. Der Antragsteller erklärt sich bereit (finanzielle) Informationen zu erstrecken und Rechenschaft dafür abzulegen, dies alles nach Realisierung des Projekts.

Innerhalb von 14 Tagen nach Empfang des Antrags vom Fonds wird dem Antragsteller eine Empfangsbestätigung zugeschickt. Der Fonds kann zu jederzeit um zusätzliche Informationen bitten.

Der Vorstand erfasst sich mit den eingegangenen Anträgen in der nächsten Vorstandssitzung nach Empfang des Antrags. Der Vorstand wendet dabei die folgenden Kriterien an:

- Die Spende ist für einen konkreten durchzuführenden Projekt vorgesehen.

- Es gibt eine deutliche Beziehung zu der (geistigen) Gesundheitsfürsorge.

- Das Projekt hat einen regionalen (möglicherweise nationalen) Charakter, an dem eine so breit wie mögliche Verteilung über die Niederlande anlässlich der zu fördernden Projekte angestrebt wird.

Der Vorstand informiert den Antragsteller schriftlich über den Beschluss. Im Falle der Zuerkennung wird der Antragsteller informiert von der vom Fonds erwarteten Gegenleistung, wie Dankbriefe für die Krematorien und Details der finanziellen Rechenschaft.
Entschlüsse des Vorstands zur Ablehnung stehen nicht zur Diskussion, aber der Antragsteller kann darauf hingewiesen werden, welche eventuelle Punkte zur Ablehnung geführt haben.

In der Generalversammlung des LVC berichtet der Vorstand die Mitglieder über die verschiedenen Projekte und legt auf Wunsch über den Entscheidungsprozess Rechenschaft ab.

Dr. C.J. Vaillant Fonds

Goede Doelen Fonds van de Landelijke Vereniging van Crematoria
(Wohltätigkeitsfonds des Landesverbandes von Krematorien)

Postbus 80532

2508 GM DEN HAAG

 

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